Die Robust-Rasse Welsh-Black ...

 

-Herkunft und Entwicklung der Rasse

-Hauptmerkmale dieser Rasse

-Frühjahrs- oder Herbstkalbungen?

-Stall - und Weideeinrichtungen

-Fütterung

-Viehbesatz



 




Welsh-Black-Herde Bulle Muttertier mit Kalb Welsh-Black-Herde Kälbchen im Winter Muttertier im Winter Herde im Winter




Herkunft und Entwicklung der Rasse ...

Welsh Blacks sind in Wales seit vorrömischen Zeiten zu Hause. Am Ende des 19. Jh. reduzierten sich dort die unterschiedlichen Rasse-Typen auf zwei Varianten. Man unterschied zwischen dem kleineren kompakten Nord-Wales-Rind und dem größeren, schwereren Süd-Wales-Rind. Beide Typen waren gute Milchkühe mit Masteignung. 1873 gab es die ersten organisierten Bemühungen, die Rasse zu verbessern. Es kam zur Gründung der Welsh Black-Herdbuch-Gesellschaft, die bis heute besteht (Welsh Black Cattle Society Caernarfon). Das Streben der Herbuch-Gesellschaft war es von Anfang an, die zwei Rasse-Typen zu einer zu verbinden. Züchter, die diesem Bestreben am schnellsten nachkamen, hatten auch entsprechenden Zucht- und Verkaufserfolg. Das moderne Welsh Black-Rind kann heute als die ideale, langlebige Mutterkuh bezeichnet werden, die hervorragende Fleischtiere liefert. Ursprünglich waren Welsh Blacks als Zweitnutzungskühe geschätzt. Heute hat sich die Rasse zum Fleischrind gewandelt, mit immer noch hoher Milchleistung. Erst die Kombination von Milchreichtum und Fleischqualität machte diese Rinderrasse hervorragend geeignet zur Mutterkuh. Welsh Black-Kälber entwickelten sich entsprechend und erzielten gute Preise. Das Welsh Black-Rind hat seine Bewährungsprobe in Höhenlagen, wie in Niederungen in harten Winterperioden wie in tropischen Klimaten seit Jahren bestanden. Es wurde in der Bundesrepublik Deutschland zuerst auf dem Schüttenhof im niedersächsischen Lübberstedt heimisch. Die Welsh Black-Mutterkuh steht in einem mittelgroßen Rahmen und kann auf eine relativ hohe Milchleistung verweisen. Sie ist, verbunden mit ihrer leichten Kalbigkeit, in der Lage, auch als Kreuzungsmutter mit jeder Rinderrasse besonders wüchsige Kälber heranzuziehen.



zum Seitenanfang
zum Seitenanfang


Hauptmerkmale dieser Rasse ...

Gezüchtet in den Bergen Wales, zeichnen sich Welsh Blacks durch ausgesprochene Härte aus. Jahrhundertelang überwinterten sie im Freien, und die atlantischen Stürme formten sie zu einer Rasse, die auch im Winter mit wenig baulichem Schutz überleben kann. Teure Gebäude benötigen Welsh Blacks also nicht. Wenn sie in einigen Regionen trotzdem im Winter in Gebäuden gehalten werden, so nur deshalb, um die Grasnarbe zu schonen. Ihre wahrhaft bemerkenswerte Ausnutzung von Futterstoffen macht sie zu einer Rasse, die als leichtfuttrig angesehen werden kann und somit preiswert zu füttern ist. Weder Kälte noch Nässe macht ihnen etwas aus, wie viele Züchter bestätigen. Welsh Blacks entwickeln ein dichtes Winterhaar. Sie wechseln dies erst, wenn die Frühjahrstemperaturen es erlauben. Sind die Temperaturen konstant warm, bleiben diese Rinder relativ kurzhaarig. Diese Erfahrungn konnten bereits in vielen Teilen der Welt gesammelt werden, denn inzwischen ist diese Rinderrasse nach Jamaika, Uganda, Saudi Arabien und Spanien exportiert worden. Es wird überall bestätigt, daß sie sich in tropischem Klima genauso wie unter kanadischen Winterbedingungen wohlfühlen.



zum Seitenanfang
zum Seitenanfang


Frühjahrs- oder Herbstkalbungen ???

In den Mutterkuhherden ist entweder die Frühjahrs- oder Herbstkalbung üblich. Letztlich ist die Kalbzeit abhängig vom jeweiligen Betriebsablauf. Es gibt allgemeingültige Erfahrungen, die der Beachtung wert sind.
Im Herbst geborene Kälber können im nächsten Herbst bereits als starke Absetzer verkauft werden (Baby-Beef). Die Kälber haben dadurch keine Nachteile. In dieser Jahreszeit, wenn der Graswuchs zurückgeht, erzeugt die Mutterkuh nur soviel Milch, wie das junge Kalb braucht. Herbstkälber widerstehen dem zumeist erst nach Weihnachten einsetzenden harten Winterbedingungen schon recht gut. Die im Herbst abgekalbten Mutterkühe haben dann im Frühling bzw. Frühsommer mit dem Grünaufwuchs wieder große Milchmengen zur Verfügung, die von sechs Monate alten Kälbern dann sehr vorteilhaft verwertet werden können. Hohe Gewichtszunahme während der Weideperiode sind die Folge.
Frühjahrskalbungen ermöglichen dagegen eine relativ preiswerte Winterhaltung der Mutterkühe. Die Kälber wachsen während der Sommermonate problemlos heran, können dann noch sehr lange bis in den Winter hinein vom guten Milchertrag der Mutterkühe profitieren. Anschließend, meist im Spätherbst, Winter werden sie abgesetzt.

Seine sprichwörtliche Härte, die Mütterlichkeit der Welsh Blacks, verbunden mit Milchreichtum, läßt Kälber heranwachsen, die in den Leistungstests beweisen, daß sie schneller als andere Gebirgs- und Robustrassen gedeihen und über einen hervorragenden Schlachtkörper verfügen.



zum Seitenanfang
zum Seitenanfang


Stall- und Weideeinrichtungen ...

Die Mutterkühe sind sehr anspruchslos, was die Unterbringung angeht. Sie begnügen sich mit einem trockenen Unterstand, der lediglich nach drei Seiten hin geschlossen sein sollte. Im Sommer nutzen sie den Unterstand nur als Schattenplatz. Ebenso gut als Schattenspender sind Baumwiesen oder Hecken und Sträucher. Sie werden bei uns sehr gern angenommen. Im Winter werden die Liegeflächen im Stall und Unterstand alle 10 bis 14 Tage ausgemistet und wieder frisch eingestreut. Eine trockene Stroh- Liegefläche ist sehr wichtig, sie kann auch im Freien sein.
Zur Erleichterung der Behandlungsarbeiten ist bei uns auf dem Hof eine entsprechende Treib- und Fangvorrichtung aufgebaut. So lassen sie sich besser sortieren bzw. medizinisch versorgen. Denn etwa im Alter von fünf Monaten wird von uns die Herde nach Geschlecht der Kälber getrennt. Der Deckbulle kann etwa in diesem Alter die Kälber schon befruchten.



zum Seitenanfang
zum Seitenanfang


Fütterung ...

Im Sommer stehen unseren Tieren ca. 15 ha Weiden zur Verfügung, zusätzlich bieten wir ihnen zur Verdauung Stroh an. Im Winter bekommen sie in Rundraufen Heu und Gras-Silage . Hierfür bewirtschaften wir ca. 23 ha Wiesen und Ackerfutterplätze. Als Leckerbissen gibt es ab und zu Getreideschrot aus eigenem Anbau, der im Stall in einer Futterkrippe angeboten wird. Hierfür bauen wir in der Regel ca. 2 bis 3 ha Getreide an. Unsere gesamten landwirtschaftlichen Nutzflächen belaufen sich im Moment auf ca.43 ha. In beheizten Tränkebecken im Stall und den Tränkewannen im Freien steht immer frisches Wasser zur Verfügung. Kraftfutter wird und wurde bei uns noch nie verfüttert. Ab und zu gibt es noch Mineralfutterlecksteine, damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommt.



zum Seitenanfang
zum Seitenanfang


Viehbesatz ...

Welsh-Black-Herde



Durchschnittlich stehen bei uns auf dem Hof 20 bis 25 Kühe, mit ihren Absetzern und Kälbern sowie ein Deckbulle.
zum Seitenanfang